Stadtspaziergang Schrobenhausen - Busbahnhof
Spargel fällt den meisten als erstes ein, wenn sie an Schrobenhausen denken. In der oberbayerischen Kleinstadt, die nur eine knappe Autostunde von München entfernt ist, gibt es jedoch weit mehr zu entdecken.
Wir starten unsere Tour am Busbahnhof im Südosten der Stadt. Über den freigelegten Stadtbach gelangen wir auf den Stadtwall. Das grüne Oval, das die Altstadt umschließt, lädt zu einem gemütlichen Spaziergang unter 100-jährigen Eichen, Linden und Kastanien ein. Richtung Norden flanieren wir bis zum Karpfenturm, wechseln auf die Innenseite der Stadtmauer, biegen links ab und gelangen am Hebammenturm vorbei zum ältesten Viertel der Stadt.
Der verträumte Platz „In der Lachen“ erwartet uns mit dem Geruch aromatischer Kräuter aus dem Duftgarten, dessen Herzstück, ein künstlerisch gestalteter Brunnen mit dem Motiv „Schusterbua trifft Händimadl“, Gegenwart und Vergangenheit vereint. Das Zeiselmairhaus, ein spätmittelalterliches Handwerkerhaus mit Museum und einem Kräuter- und Gemüsegärtchen versetzt uns in frühere Zeiten.
Wir schlendern weiter in Richtung Westen entlang des „Oberen Tors“ zum Museumsviertel. In dem ansprechenden Ensemble warten Sonder- und Wechselausstellungen im herzoglichen Pflegschloss, das europäische Spargelmuseum im Amtsturm der Stadtmauer und das Geburtshaus des Malerfürsten Franz von Lenbach darauf, entdeckt zu werden.
Von dort geht es weiter zwischen Stadtmauer und verwinkelten Gassen Richtung Stadtpfarrkirche St. Jakob. Wir orientieren uns am mächtigen Turm der Stadtpfarrkirche, die zu den schönsten spätgotischen Hallenkirchen Altbayerns zählt. In der Vorhalle ist ein Wappenstein Herzog Ludwigs des Bärtigen von Bayern-Ingolstadt zu bestaunen. Munteres Klappern kommt aus den Storchennestern der Nachbargebäude. Wer Glück hat, kann Storchenpaare bei der Flugstunde mit den Jungstörchen beobachten. In der Lenbachstraße und dem Lenbachplatz laden Eisdielen und Straßencafés zu einem gemütlichen Zwischenstopp ein. Wer einem der 100 prämierten „Genussorte Bayerns“ einen Besuch abstattet, dem ist zu empfehlen, in einer Traditionsgaststätte die regionalen Spezialitäten “Spargel und Kartoffel” zu genießen.
Frisch gestärkt starten wir eine kleine erweiterte Runde außerhalb der historischen Stadtmauern. Wir überqueren den östlichen Stadtwall über eine Brücke und spazieren den Schleifmühlweg entlang Richtung stadtauswärts, bis zur Paarbrücke. Direkt davor links abgebogen, führt uns ein Weg zum Bürgerprojekt „Kunstpfad“, das entlang des Paarufers einige interessante Skulpturen präsentiert.
Am Mühlrieder Weg erwartet uns das Antoniusrefugium, eine Art Kapelle, die von engagierten Schrobenhausener Antons geplant und geschaffen wurde. Für den Rückweg marschieren wir auf dem Mühlrieder Weg bis zum Stadtwall und nehmen den kurzen Weg nach links auf dem grünen Wall zurück zum Ausgangspunkt.